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Camping und E-Bike (Pedelec) 

Sportliche Betätigung ist natürlich immer gut aber im Urlaub?
Sehr viele Menschen suchen im Urlaub sportliche Aktivitäten. Die Gruppe der Camper liegen da an erster Stelle. Wandern, Fahrrad fahren, Kanu, Schwimmen, Segeln, Angeln, Ski oder Snowboard fahren sind sehr beliebt und nur eine kleine Auswahl der vielen Möglichkeiten. Ich glaube Fahrrad und Pedelec fahren ist für alle Altersklassen ideal. Ob 8 oder 80, Fahrradfahren kann jeder und mit den E-Bikes ist das auch für ältere Menschen möglich. Wenn man auf einem Camping oder Stellplatz steht kann man mit dem Fahrrad sofort und ohne Vorbereitung die Umgebung erkunden. Fahräder gibt es auch in vielen Orten zu leihen, manchmal für erstaunlich wenig Geld, sogar die beliebten E-Bikes gibt es fast überall. Auf Inseln der Nord und Ostsee sind Fahräder nicht wegzudenken und quasi ein muss! Auf der Insel Texel gibt es weit mehr Fahrräder als Einwohner hier lässt man das Auto gerne stehen. Texel.net
 
Warum greife ich hier das Thema E-Bike auf? Weil das E-Bike bzw. Pedelec immer mehr an Bedeutung gewinnt und über kurz oder lang das traditionelle Fahrrad ablösen wird. E- Mobilität ein großes Wort mit kaum etwas dahinter. Allein beim E-Bike hat sich die E-Mobilität durchgesetzt. Die Räder sind inzwischen unter 2000 Euro zu haben und 100 Kilometer Reichweite ist keine Seltenheit. Hier wird das nützliche mit dem notwendigen verbunden. Frische Luft Bewegung und Spaß am Leben, ohne Umweltverschmutzung ohne Lärm ohne Gestank. Für uns Camper war das schon immer ein muss da auf den meisten Campingplätzen Autofahren verboten ist, hatten wir schon immer unser Fahrrad dabei. Doch mal ehrlich bei Windstärke 6 an der See gegen den Wind, ist doch ätzend oder? Mit einem Pedelec macht sogar das Spaß! Wenn wir bedenken das die Behörden uns mit unseren Diesel Zugfahrzeugen immer mehr, immer öfter und immer nur uns, das befahren von bestimmten Bereichen untersagen, brauchen wir ein Fahrzeug mit dem wir vom Wohnwagen in die Stadt kommen. Mit dem Pedelec kein Problem. Mit einem Diesel-Bus für mich aber schon. 
 
Was ist denn jetzt der Unterschied zwischen E-Bike und Pedelec? Der Begriff E-Bike hat sich allgemein durchgesetzt und wird für beide Räder genutzt. So wie bei einer Solaranlage die wenn sie Strom erzeugt eigentlich Photovoltaik Anlage heißt. Jeder sagt aber Solaranlage. Ein E-Bike ist genau gesagt ein Fahrrad das elektrisch fährt ohne das der Fahrer etwas tuen muss, bis auf einen Knopf drücken oder am Drehgriff drehen. Ein Pedelec ist ein Fahrrad das mit elektrischer Unterstützung fährt. Die meisten E-Bikes sind demnach Pedelecs werden aber E-Bikes genannt. Im weiteren Verlauf dieses Artikels sprechen wir also immer von Pedelecs. 
 
Wie funktioniert so ein Pedelec? 
Das ist im Grunde ganz einfach und simpel. Das Fahrrad bekommt einen Akku, einen Motor und eine Steuerung. Der Motor bekommt je nachdem wie die Fahrstufe gewählt wird mehr oder weniger Strom und unterstützt den Fahrer bis 250 Watt und 25 Kmh. Wenn das E-Bike schneller als 25 Kmh wird, unterstützt der Motor nicht mehr. Die einfachsten E-Bikes haben einen Vorderrad Motor, heute gibt es aber immer mehr Mittelmotoren. Die Mittelmotoren haben mehr Sensoren und ein enormes Drehmoment. Der "normale Mittelmotor" hat 50 Newtonmeter, stärkere Motoren haben bis 90 oder mehr Newtonmeter. Mit Mittelmotor ausgestattete E-Bikes haben einen tieferen Schwerpunkt und fahren stabiler. Die Motoren unterstützen bis ca. 300% der eingesetzten Kraft des Fahrers. Eins ist aber klar, je mehr Unterstützung gefordert wird um so schneller ist der Akku leer!! Die Reichweite des Akkus ist nicht nur von seiner Größe, angegeben in Wattstunden abhängig. Maßgeblich ist das Gesamtgewicht des E-Bike, der Luftdruck in den Reifen und die Reifengröße bzw die Auflagefläche, aber auch die Beschaffenheit des Untergrundes. Glatter Asphalt hohe Reichweite, sandiger Untergrund kurze Reichweite. Auch die gefahrene Geschwindigkeit und die Temperatur der Umgebung sind sehr wichtig. Es sind also sehr viele Faktoren die die Reichweite beeinflussen. Um die Reichweite besser einschätzen zu können gibt es den Reichweiten - Assistenten. Der Luftdruck im Reifen wird oft unterschätzt. Beim Motorrad oder Auto sind wir gewohnt das der Reifendruck zwischen 2 und 3 bar liegt. Beim E-Bike liegt der Luftdruck bei 4 bis 5 bar. Bitte immer den Höchstdruck beachten, der auf dem Reifen zu finden ist. Je mehr Druck auf dem Reifen desto unkomfortabler die Fahrt, aber umso größer die Reichweite. Deshalb sollten Sie darauf achten das das E-bike mit einer gefederten Sattelstütze und einer Federgabel am Vorderrad ausgestattet ist. Ein Display am Lenker und eine Bedieneinheit gehört natürlich an jedes E-Bike. Einfach zu bedienen und gut ablesbar sollte das Display sein. Wasserdicht und Unempfindlich gegen Schmutz und Staub ist selbstverständlich. Ein USB Anschluss zum aufladen des Handys ist sehr gut, wenn man das Handy als Navi nutzen möchte. Achtung der führende Hersteller von Antriebssträngen (Motor, Akku, Steuerung) Bosch hat mit seinem Purion Display ein wirklich Puristisches Bedienteil rausgebracht. Das Teil hat weder einen USB Anschluss, noch eine Möglichkeit das Licht wie bei einem Motorrad auf Dauer einzustellen. Viele auch hochwertige E-Bikes im Segment bis 3000 Euro sind mit diesem Display ausgestattet. Für mich ein Unding und eine Irreführung des Kunden. Auch das größere Display von Bosch hat nur einen Micro USB Anschluss und man braucht ein spezielles Kabel. Für ein i-Phone gibt es das aber nicht!! Die meisten Akkus lassen sich vom Bike abnehmen und an jeder Haushaltssteckdose aufladen. Die Faustregel ist hier je niedriger die Ampere Zahl um so schonender aber auch umso langsamer wird der Akku geladen. Da würden zwei verschiedene Ladegeräte Sinn machen. Ein 2 Ampere für zu Hause und ein 6 Ampere für unterwegs. Denn eine Ladung unterwegs mit einem kleinen Ladegerät macht wenig Sinn weil es zu lange dauert. Eine Volladung dauert je nach Hersteller 4 bis 6 Stunden. Übrigens muss das Ladegerät natürlich mitgenommen werden. Denn der Akku darf laut Hersteller immer nur mit dem Original Ladegerät aufgeladen werden. Moderne Akkus können jederzeit aufgeladen werden ohne Schaden zu nehmen. Bis zu 750 mal von ganz leer bis ganz voll versprechen manche Hersteller. Teilladungen zählen dabei auch als Teilladungen. Also 4 mal 25 % laden gleich eine Ladung! Wenn man das mal durchrechnet und nur von 50 Kilometern Reichweite ausgeht, würden das 37.500 Kilometer mit einem Akku sein. Wenn man weiter rechnet und 5000 Kilometer im Jahr zugrunde legt, die aber kein Durschnittsfahrer schafft, würde der Akku ca 7,5 Jahre halten. Tests haben ergeben das nach etwa 6 Jahren der Akku platt ist und er sich nicht mehr voll aufladen lässt. Was dazu führt das die Reichweite immer mehr nachlässt. Ich fahre ca. 1000 bis 2000 Kilometer im Jahr, danach müsste mein Akku 15 und mehr Jahre halten. Das glaube ich nicht!! 


 

Welche Vorraussetzungen brauche ich als Camper wenn ich mir E-Bikes anschaffen möchte?

Oft sollen 2 Rädern angeschafft werden. An welcher Stelle am Wohnwagen kann ich die Bikes transportieren? Am Heck des Wohnwagen geht das nicht, die Räder sind zu schwer. Auf dem Dach des Zugfahrzeugs geht, aber sie sind schwer dort oben hin zu bugsieren! Auf der Deichsel ist wohl die beste Lösung. Es gibt Halterungen die einen Kugelkopf haben auf denen sich der E-Bike Träger wie auf einer Anhängerkupplung befestigen lässt. Diese Halter gibt es günstig z.b. bei Camping Wagner.

Jetzt muss nur noch der Träger mindestens 50 Kg Tragkraft haben, besser wären 60 Kg 
dann haben Sie eine perfekte Transporteinrichtung die ja auch am KFZ mit Anhängerkupplung nutzbar ist. Die vordere Stauklappe lässt sich mit montierten Rädern allerdings nicht mehr öffnen. Je nachdem welchen Fahrzeugtyp und welchen Wohnanhänger sie besitzen kann starkes einschlagen bei einer engen Kurve zu Problemen führen. Immer vorher ausprobieren!! Was gibt es noch zu beachten? Am besten ist es die Akkus aus den Rädern während des Transports auszubauen um Gewicht zu reduzieren. Aber Vorsicht, bei manchen E-Bikes sind die elektrischen Kontakte dann offen und ungeschützt gegen Regen. Wasser und Strom ist nicht gut und führt unter Umständen zum Totalausfall des Rades! Im Zweifel den Akku lieber drin lassen. Auch helfen hier keine Plastiktüten oder ähnliches. Über kurz oder Lang fliegen die weg! Im Handel sind verschiedene Abdecklösungen zu finden. Es gibt im Handel aber auch Abdeckungen für die kompletten E-Bikes, erwarten sie aber nicht zu viel von diesen teuren Teilen. Bei einer Pause unbedingt den festen Sitz des Trägers überprüfen. Die Räder müssen sich übrigens bewegen können, das ist normal! Was nicht schwingt bricht!! 

Wenn du eine Solaranlage auf deinem Wohnwagen installiert haben, kannst du deine E-Bike Akkus auch mit so einer Anlage aufladen. Allerdings geht das nicht ohne einen Wechselrichter, entsprechend der Wattstärke des Ladegerätes. Die erste Angabe auf dem Wechselrichter ist maßgebend, also beim einem Gerät 1000/2000 Watt darf das Ladegerät nicht mehr als 1000 Watt Leistung haben! Das Laden über einen Wechselrichter ist zwar nicht sehr effektiv weil der 12 Volt Strom erst in 230 Volt und dann wieder in 12 Volt verwandelt werden muss. Es gibt aber keine andere Lösung, da ja nur das original Ladegerät verwendet werden darf. Der Umwandlungsprozess kostet etwa 10 % Verlust. Mehr Informationen zu Wechselrichter und Solaranlagen.
Das aufladen an einer Solaranlage ist nicht ganz einfach. Immer Tagsüber bist du mit dem E-Bike unterwegs, zu dieser Zeit ist aber reichlich Energie vorhanden. Wenn du zum Wohnwagen kommst ist es meist später Nachmittag und die Sonne geht bald unter. Die Batterie ist zwar voll, aber wird ja auch noch für andere Dinge gebraucht. Die Lösung ist einfach aber teuer- ein 2. Akku muss her. Eine teure Investition aber die Reichweite wird auch verdoppelt! 

 

Ich hoffe die Überarbeitung des Artikels findet bei euch Anklang. Das war meiner Meinung nach dringend erforderlich- im Zeichen der E-Mobilitäts Zeit!
 



 
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